SCHULE DES SEHENS

Die SCHULE DES SEHENS impliziert eine bestimmte Einstellung zur visuellen Kultur. Sie wurde vom Maler, Kunstpädagogen und Kunstheoretiker  Radoslav Kutra konzipiert. Diese Kunst-Theorie und Kunst-Pädagogik basiert auf der Malerei des  Impressionismus und Paul Cézannes, in deren Verbindung neue Wege aufgezeigt werden.

Diese Technik soll dem Maler helfen, sich bewusst zu machen, dass er sieht und wie er sieht, um das bewusstgewordene Sehen mit Hilfe von warmen und kalten Farben malend zu realisieren. Dank dieser Art und Weise des Malens gewinnt der Maler eine Art Heimat, in die er immer wieder zurückkehren kann, um für sein künstlerisches Experimentieren neue Kräfte zu schöpfen. Die absolute Technik des Malens überwindet alle Stilklischees durch die auf dem farbigen Sehen beruhende Unmittelbarkeit. (Slovník R. Kutra)

Die vollständige Theorie der SCHULE DES SEHENS  ist im Buch „Schule des Sehens“ *  beschrieben,  im Tschechischen „Viditelný čas“, dem theoretischen Hauptwerk von Radoslav Kutra.
Diese Theorie bezeichnet Radoslav Kutra in seinem Buch „Orientierung“ – im Sinne einer Erneuerung der Malerei auf der Basis des farbigen Sehens. Sie enthält die Möglichkeit, die tiefe Krise in der aktuellen Kunst zu überwinden. Als Grundlage für die allgemeine Bildung, kann sie den Menschen in seiner Ganzheit bereichern und sowohl seine sinnlich-körperlichen, wie auch geistigen Fähigkeiten fördern.

Die 5 Malerinnen des EXPERIMENT 2; Doris Windlin, Jana Rozková, Kateřina Rutherford, Marie Nováková, Marie Smetanová, malen und unterrichten in der Tschechei  im Geiste der SCHULE DES SEHENS.

* „ Schule des Sehens“ von Radoslav Kutra
1994, Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main
ISBN 3-631-47164-5